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12 Physiotherapeuten/innen bestehen ihr Staatsexamen an der Schule für Physiotherapie am Krankenhaus Würselen Kreis Aachen
Im der Zeit vom 06.09.-21.9.2011 fand in den Räumlichkeiten der Schule für Physiotherapie am Med. Zentrum Kreis Aachen das Abschlussexamen für die Schüler an. Nach dreijähriger Ausbildungszeit mit insgesamt 2900 theoretischen und 1600 praktischen Stunden folgte für die Schüler nun die Abschlussprüfung.
Ausgebildet wurden 8 weibliche und 4 männliche Schüler, die nun nach bestandener Abschlussprüfung über ein fundiertes Fachwissen verfügen . Die Arbeitsfelder liegen im Bereich von Krankenhäusern, Reha- Kliniken Fachpraxen oder auch Präventionszentren.
Die diesjährige Prüfung fand zum dritten Mal nach der neuen Ausbildungsrichtlinie für Physiotherapie statt. In NRW wird bei diesem Berufsbild seit 2006 eine veränderte Ausbildung praktiziert. Das MAGS (Ministerium für Arbeit/Gesundheit und Soziales) hat deshalb ein Pilotprojekt gestartet an dem aus dem hiesigen Bereich die Physiotherapieschule des Uniklinikums Aachen und die Physiotherapieschule am Medizinischen Zentrum Kreis Aachen teilnehmen.
Ziel der neuen Ausbildungsstruktur sollte eine praxisbezogenere Ausbildung der zukünftigen Physiotherapeuten sein. Während beim alten Ausbildungssystem die Schüler in einzelnen Fachbereichen wie Orthopädie, Chirurgie, Innere Medizin, Pädiatrie und speziellen physiotherapeutischen Techniken unterrichtet wurden, werden beim neuen Ausbildungssystem Lerneinheiten vermittelt. Als Beispiel „Patient mit Bandscheibenvorfall behandeln“. Dazu erhält der Auszubildende Informationen zur normalen Funktion der Bandscheibe, zu den anatomischen Strukturen, zu krankheitsbedingten Veränderungen, zum Befund und der Behandlung einer solchen Erkrankung. Der Unterricht wird dabei sowohl von Ärzten als auch von Physiotherapeuten mit pädagogischen Kenntnissen durchgeführt. Auch der Umgang mit Internet und neuen Medien spielt dabei eine entscheidende Rolle. So sind in den meisten Schulen inzwischen Internetzugänge vorhanden, so dass die Schüler sich Informationen zu allen Krankheitsbildern beschaffen können. Hierdurch wird vor allem der Umgang mit modernen Medien als auch die Selbstständigkeit der Auszubildenden geschult.
Das nun durchgeführte Staatsexamen zeigte, dass die Schüler einen besseren Bezug zur Erkrankungen der Patienten herstellen, ihre Behandlungen zielgerichteter durchführen, ihre soziale Kompetenz im Ungang mit Patienten besser geworden ist und die Behandlungserfolge besser eingeschätzt werden können.
Trotz der durchgeführten Gesundheitsreform konnten fast alle Schüler wieder in eine Festanstellung vermittelt werden.
Dem erfolgreichen Kurs gehörten an:
Hanna-Lena Balduin, Tobias Boeder, Anne Dudziak, Tobias Engels, Martina Faber, Alexander Gerards, Jens Horst, Friederike Piepenstock, Daniela Rößler, Anna Spoden, Laura Städele, Meike Schneider


